Der tTG-IgA-Test (Gewebetransglutaminase-IgA) ist der wichtigste serologische Marker für Zöliakie. Bei Verdacht auf Zöliakie sollte vor dem Test glutenhaltige Nahrung verzehrt werden, da sonst falsch-negative Ergebnisse auftreten können. Ein positiver Test erfordert zur Bestätigung eine Dünndarmbiopsie. Wichtig: Bei IgA-Mangel (häufig bei Zöliakie) kann der Test falsch-negativ sein; dann ist tTG-IgG oder EMA-IgG sinnvoll. Die Darmgesundheit umfasst mehr als nur Zöliakie – auch Reizdarm, bakterielle Fehlbesiedlung (SIBO) oder entzündliche Darmerkrankungen können ähnliche Symptome verursachen. Ein isoliert erhöhter tTG-IgA ohne Bestätigung durch Biopsie oder Genetik (HLA-DQ2/DQ8) reicht nicht für eine lebenslange glutenfreie Diät aus. Die Evidenz für tTG-IgA als Screening-Test ist stark (Sensitivität >90 %), aber die Interpretation erfordert klinischen Kontext. Caveat: Manche Labore geben grenzwertige Ergebnisse als „positiv“ aus, was zu unnötigen Diäten führen kann. Bei unklaren Fällen ist eine Zweitmeinung oder erweiterte Diagnostik ratsam.
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