IgG-Antikörper werden oft im Kontext von Nahrungsmittelunverträglichkeiten vermarktet, insbesondere IgG4-Tests. Für die Langlebigkeitsforschung gibt es jedoch keine robuste Evidenz, dass IgG-Werte allein als Biomarker für das biologische Alter oder die Lebensspanne taugen. Chronische Entzündungen und Immunoseneszenz sind zwar relevant, aber IgG-Spiegel sind unspezifisch und schwanken stark (z. B. durch Infektionen, Impfungen, Autoimmunität). Die wenigen Studien, die IgG-Subklassen mit Langlebigkeit assoziieren, sind explorativ und nicht reproduziert. Consumer-Tests, die IgG gegen Dutzende Nahrungsmittel messen, werden von Fachgesellschaften kritisiert, da sie oft zu unnötigen Diäten führen. Fazit: IgG als alleiniger Longevity-Marker ist nicht evidenzbasiert. Sinnvoller sind etablierte Entzündungsmarker wie hs-CRP, IL-6 oder die Betrachtung des gesamten Immunprofils.
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