Ein erhöhter Magnesiumwert im Blut (Hypermagnesiämie) ist ein klinischer Laborbefund, der ernst genommen werden muss. Ursachen sind meist eine eingeschränkte Nierenfunktion (Magnesiumausscheidung gestört), übermäßige Supplementierung oder bestimmte Medikamente (z. B. Lithium, Protonenpumpenhemmer). Leichte Erhöhungen können symptomlos bleiben, aber Werte über 1,1 mmol/l können zu Übelkeit, Muskelschwäche, Blutdruckabfall und in schweren Fällen zu Herzrhythmusstörungen oder Atemlähmung führen. Die Diagnose erfordert wiederholte Messungen und eine Abklärung der Nierenfunktion (eGFR, Kreatinin). Ein isoliert erhöhter Magnesiumwert ohne klinischen Kontext ist kein eigenständiger Risikomarker. Die Evidenz basiert auf klinischer Praxis und Leitlinien (z. B. KDIGO). Caveat: Verwechslung mit Magnesium im Serum vs. Vollblut möglich; Referenzbereiche variieren je nach Labor. Keine DNA-Test-Assoziation – dies ist ein reiner Biomarker.
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