Die Verbindung zwischen FUT2-Varianten (z. B. rs3877899) und Hautalterung ist wissenschaftlich nicht gut belegt. FUT2 bestimmt den Sekretor-Status und beeinflusst die Zusammensetzung des Darmmikrobioms sowie die Immunregulation. Über die Darm-Haut-Achse könnte dies theoretisch Entzündungsprozesse und damit die Hautalterung modulieren – etwa über die TNF-Signalachse. Allerdings fehlen direkte Humanstudien, die einen kausalen oder auch nur reproduzierbaren Zusammenhang zwischen spezifischen FUT2-Genotypen und messbaren Hautalterungsparametern (Falten, Elastizität, Glykation) belegen. Die Evidenz ist daher als mechanistisch/spekulativ einzustufen. Verbraucher sollten keine Anti-Aging-Empfehlungen allein aus FUT2-Ergebnissen ableiten. Sinnvoller sind bewährte Maßnahmen: Sonnenschutz, Antioxidantien, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine entzündungshemmende Ernährung. Ein Hautarzt kann individuelle Risikofaktoren besser beurteilen als ein DNA-Test.
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