Die Frage nach der optimalen Ernährung bei erhöhtem kardiovaskulärem Risiko ist evidenzbasiert gut beantwortbar: Eine mediterrane Ernährung mit viel Gemüse, Olivenöl, Nüssen, Fisch und Vollkornprodukten sowie die DASH-Diät (reich an Obst, Gemüse, fettarmen Milchprodukten, wenig Natrium) senken nachweislich Blutdruck, LDL-Cholesterin und Entzündungsmarker. Randomisierte kontrollierte Studien (z. B. PREDIMED) zeigen eine Risikoreduktion um etwa 30 %. Ein spezifischer „Cardio Risk Check“ (z. B. aus einem DNA-Test) liefert dagegen meist keine klinisch handlungsleitenden Ernährungsempfehlungen. Die zugrundeliegenden SNPs haben meist kleine Effekte, und es fehlen RCTs, die eine genetisch maßgeschneiderte Diät der Standardberatung überlegen zeigen. MyBody-X bietet zwar Biomarker- und DNA-Analysen an, doch die Evidenz für eine daraus abgeleitete personalisierte Ernährung ist derzeit schwach bis unklar. Vorsicht vor Marketingversprechen: Ein Gentest allein ersetzt keine ärztliche Beratung und keine bewährte Lebensstilintervention. Fokus sollte auf den etablierten Ernährungsmustern liegen, ergänzt durch Bewegung, Gewichtsmanagement und ggf. medikamentöse Therapie.
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