Müdigkeit kann viele Ursachen haben – von Schlafmangel über Stress bis hin zu Nährstoffdefiziten. Vitamine allein sind selten die Lösung, es sei denn, ein tatsächlicher Mangel liegt vor. Die wichtigsten Vitamine und Mineralstoffe, die mit Erschöpfung in Verbindung gebracht werden, sind Vitamin B12, Vitamin D, Eisen und Magnesium. Ein B12-Mangel (z. B. bei Veganern oder älteren Menschen) kann zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche führen; die Supplementierung ist bei nachgewiesenem Mangel wirksam (Evidenz: human-strong). Vitamin-D-Mangel ist ebenfalls mit Fatigue assoziiert, besonders in sonnenarmen Regionen (Evidenz: human-moderate). Eisenmangel (besonders bei Frauen) verursacht Anämie und Müdigkeit; eine Supplementierung sollte jedoch nur nach Bluttest erfolgen, da Überschuss schädlich ist. Magnesium wird oft gegen Müdigkeit beworben, die Evidenz ist jedoch gemischt. Wichtig: Ein allgemeines Multivitaminpräparat ohne Mangel bringt meist keinen messbaren Vorteil. Consumer-DNA-Tests, die angebliche „Müdigkeitsgene“ analysieren, sind wissenschaftlich nicht ausreichend validiert und sollten nicht als Grundlage für Supplementierung dienen. Bei anhaltender Müdigkeit ist ärztliche Abklärung (Blutbild, Schilddrüse, etc.) der erste Schritt.
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