CRP (C-reaktives Protein) ist ein unspezifischer Entzündungsmarker. Erhöhte CRP-Werte werden mit einer verminderten Fruchtbarkeit sowohl bei Frauen (z. B. bei Endometriose, PCOS) als auch bei Männern (z. B. reduzierte Spermienqualität) in Verbindung gebracht. Allerdings ist CRP kein direkter Fruchtbarkeitstest – es zeigt lediglich systemische Entzündungen an, die viele Ursachen haben können (Infektionen, Stress, Übergewicht). Mythos: „Ein hoher CRP-Wert bedeutet, dass ich unfruchtbar bin.“ Fakt: CRP ist ein Risikofaktor, aber keine Diagnose. Viele Frauen mit erhöhtem CRP werden schwanger, und eine Senkung des CRP durch Lebensstiländerungen (Ernährung, Bewegung, Gewichtsreduktion) kann die Fruchtbarkeit verbessern, ist aber keine Garantie. Die Evidenz basiert auf Beobachtungsstudien; randomisierte kontrollierte Studien fehlen. Caveat: CRP-Tests allein ersetzen keine fruchtbarkeitsmedizinische Abklärung. Bei wiederholten Fehlgeburten oder unerfülltem Kinderwunsch sollte ein umfassendes Hormon- und Entzündungsprofil erstellt werden.
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