SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin) wird oft mit Hautgesundheit in Verbindung gebracht, insbesondere bei Akne oder Hirsutismus. Der Mythos besagt, dass niedriges SHBG direkt zu Hautproblemen führt. Fakt ist: SHBG bindet Testosteron und Östrogen, beeinflusst deren freie Konzentration. Niedriges SHBG kann den freien Androgenspiegel erhöhen, was Talgproduktion und Akne fördern kann. Allerdings ist die Evidenzlage schwach: Die meisten Studien sind assoziativ, nicht kausal. SHBG-Werte werden durch Insulinresistenz, Leberfunktion und Schilddrüsenhormone beeinflusst – nicht umgekehrt. Ein DNA-Test auf SHBG-Varianten (z. B. rs1799941) hat für die Hautdiagnostik kaum klinische Relevanz. Laborwerte sind besser geeignet, aber auch hier gilt: Hautprobleme sind multifaktoriell. Ohne direkte Studiendaten aus dem Kontext bleibt die Evidenz mechanistisch. Vorsicht vor Marketing-Behauptungen, die SHBG als „Haut-Gen“ verkaufen.
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