Die Verbindung zwischen FTO („Fett-Gen“) und Fruchtbarkeit ist indirekt und über den BMI vermittelt. FTO-Varianten (z. B. rs9939609) sind mit einem leicht erhöhten BMI und gesteigertem Appetit assoziiert, was wiederum die Fruchtbarkeit beeinflussen kann – insbesondere bei Frauen mit PCOS oder Übergewicht. Allerdings ist der direkte Effekt von FTO auf die Fruchtbarkeit gering und nicht ausreichend belegt. Die meisten Studien sind GWAS oder Beobachtungsstudien, die keine Kausalität nachweisen. Ein Gentest kann Hinweise auf eine genetische Neigung zu höherem BMI geben, aber er ersetzt keine ärztliche Abklärung von Fruchtbarkeitsproblemen. Wichtiger sind Lebensstilfaktoren (Ernährung, Bewegung, Stress) und medizinische Ursachen (Hormonstatus, Zyklus, Spermienqualität). Vorsicht vor übertriebenen Marketingversprechen: Kein direkter FTO-Fruchtbarkeitstest ist klinisch etabliert. Evidenz: GWAS/beobachtend, nicht interventionell.
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