tTG-IgA (Gewebetransglutaminase-Antikörper) ist ein etablierter serologischer Marker für Zöliakie. Eine unerkannte oder unbehandelte Zöliakie kann durch chronische Entzündung, Malabsorption (Eisen, Vitamin D, B12, Folsäure) und erhöhte Darmpermeabilität langfristig zu Osteoporose, Anämie, neurologischen Störungen und einem leicht erhöhten Mortalitätsrisiko führen – was die Lebensspanne potenziell verkürzt. Allerdings ist tTG-IgA selbst kein direkter Langlebigkeitsmarker. Die Evidenz für einen kausalen Zusammenhang zwischen erhöhten tTG-IgA-Werten und verkürzter Lebensdauer stammt aus Beobachtungsstudien und Metaanalysen zu Zöliakie, nicht aus prospektiven Langlebigkeitsstudien. Bei gesunden Personen ohne Zöliakie hat tTG-IgA keine prognostische Bedeutung für die Lebenserwartung. Die Bestimmung ist sinnvoll bei Verdacht auf Zöliakie, aber nicht als genereller Longevity-Biomarker. Eine glutenfreie Diät bei Zöliakie normalisiert die Antikörper und senkt das Risiko für Komplikationen. Für die Allgemeinbevölkerung gibt es keine Belege, dass tTG-IgA-Spiegel mit Langlebigkeit assoziiert sind. Vorsicht vor Überinterpretation: Ein positiver Test erfordert eine gastroenterologische Abklärung, keine Selbsttherapie.
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