CRP (C-reaktives Protein) ist ein etablierter Biomarker für systemische Entzündungen, wird aber oft fälschlich als direkter Indikator für Darmgesundheit interpretiert. Fakt: Erhöhtes CRP kann auf eine entzündliche Darmerkrankung (CED) hinweisen, ist aber unspezifisch – auch Infekte, Rauchen oder metabolische Störungen erhöhen CRP. Mythos: Eine einzelne Ernährungsumstellung senkt CRP zuverlässig. Die Evidenz zeigt moderate Effekte von mediterraner Kost, Ballaststoffen oder Omega-3-Fettsäuren, aber die individuelle Variabilität ist hoch. Zudem beeinflusst die Darmmikrobiota die systemische Entzündung über die Darmbarriere und Immunmodulation, doch direkte kausale Zusammenhänge sind noch nicht vollständig geklärt. Consumer-DNA-Tests für CRP (z. B. rs1205) liefern nur schwache GWAS-Assoziationen ohne klinische Handlungsanleitung. Sicherheitshinweis: Bei dauerhaft erhöhtem CRP (>3 mg/L) sollte ärztlich abgeklärt werden, ob eine chronische Entzündung vorliegt. Die Darmgesundheit ist multifaktoriell – CRP allein reicht nicht als Diagnosewerkzeug. Evidenzlage: überwiegend mechanistisch und beobachtend, randomisierte Studien fehlen oft.
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