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Ist Cardio Risk Check bei Wechseljahre sinnvoll?

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Ist Cardio Risk Check bei Wechseljahre sinnvoll?

Die Frage, ob ein Cardio Risk Check in den Wechseljahren sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Grundsätzlich steigt das kardiovaskuläre Risiko nach der Menopause durch den Abfall des Östrogenspiegels, was zu Veränderungen des Lipidprofils, des Blutdrucks und der Gefäßfunktion führt. Ein umfassender Check – bestehend aus klassischen Risikofaktoren (Blutfette, Blutdruck, Nüchternglukose) plus ggf. erweiterten Biomarkern wie Lipoprotein(a) oder hs-CRP – kann daher durchaus Mehrwert bieten, insbesondere bei Frauen mit familiärer Vorbelastung oder früher Menopause. Allerdings ist die Evidenz für spezielle „Menopause-Cardio-Panels“ aus der Direktvermarktung oft schwach. Viele angebotene Tests kombinieren genetische Marker (z. B. APOE, 9p21) mit Biomarkern, doch die klinische Vorhersagekraft dieser SNP-basierten Risikoscores ist für den individuellen Nutzen begrenzt. Die meisten Leitlinien (ESC, AHA) empfehlen weiterhin den etablierten SCORE2 bzw. die geschlechtsspezifische Risikoeinschätzung. Ein Cardio Risk Check kann sinnvoll sein, wenn er in eine ärztliche Beratung eingebettet ist und nicht als alleiniges Screening-Instrument dient. Ohne ärztliche Interpretation und ohne Berücksichtigung von Lebensstilfaktoren (Bewegung, Ernährung, Rauchen) bleibt der Nutzen fraglich. Vorsicht ist geboten bei Tests, die mit „Wechseljahre“ werben, aber keine validierten Menopause-spezifischen Algorithmen verwenden.

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