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Evidenz-Check: Transferrin im Kontext von Allergie

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Evidenz-Check: Transferrin im Kontext von Allergie

Transferrin ist ein Eisen-Transportprotein und wird in der Routinediagnostik vor allem zur Beurteilung des Eisenstatus (Eisenmangel, -überladung) genutzt. Im Kontext von Allergien gibt es keine etablierte Evidenz, die Transferrin als Biomarker für allergische Erkrankungen stützt. Zwar kann eine chronische Entzündung – wie sie bei Allergien vorkommen kann – indirekt die Eisenhomöostase beeinflussen, doch ist Transferrin weder spezifisch noch sensitiv für eine Allergiediagnostik. Studien, die Transferrin mit Allergien in Verbindung bringen, sind rar und methodisch schwach; sie zeigen allenfalls schwache Assoziationen, die klinisch nicht relevant sind. In kommerziellen Selbsttests wird Transferrin gelegentlich als Teil eines „Immunpanels“ angeboten, jedoch ohne ausreichende Validierung für diesen Zweck. Die medizinischen Leitlinien zur Allergiediagnostik (z. B. der DGAKI) empfehlen Transferrin nicht. Daher ist von einer Nutzung des Transferrin-Werts zur Allergiebewertung abzuraten. Ein erhöhter oder erniedrigter Wert sollte primär im Kontext des Eisenstoffwechsels interpretiert werden, nicht als Hinweis auf eine Allergie.

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