Die wissenschaftliche Evidenz zum FTO-Gentest ist klar: FTO-Varianten (z. B. rs9939609) sind in großen GWAS-Studien mit einem erhöhten BMI und Adipositasrisiko assoziiert, aber die Effektstärke ist gering (ca. 0,3 kg/m² pro Risikoallel). Die DIETFITS-Studie (JAMA 2018) zeigte, dass eine genotyp-basierte Diätempfehlung keinen Vorteil gegenüber einer Standard-Diät bringt. Consumer-DNA-Tests wie MyBody-X testen FTO, können aber keine individuelle Gewichtsprognose oder Ernährungsvorgabe liefern. Die Evidenz für den klinischen Nutzen ist schwach; der Test bleibt ein Lifestyle-Produkt ohne diagnostischen Wert. Zudem sind die Ergebnisse populationsabhängig (europäische Abstammung). Ein FTO-Test kann als Motivationshilfe dienen, ersetzt aber keine ärztliche Beratung oder Lebensstiländerung. Sicherheitshinweis: Keine Selbstmedikation oder Diätumstellung allein aufgrund des Testergebnisses.
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