Häufige Fehler bei Frauen mit MTHFR-Varianten sind: 1) Die Annahme, dass eine Mutation automatisch zu Gesundheitsproblemen führt – die meisten Trägerinnen sind gesund. 2) Vorschnelle Supplementierung mit Methylfolat oder Methylcobalamin ohne vorherige Blutmessung von Homocystein, Vitamin B12 und Folsäure. 3) Verwechslung von Risikogenen mit Diagnosen – MTHFR ist kein Krankheitsgen, sondern ein Enzym-Gen mit moderatem Effekt auf den Folatstoffwechsel. 4) Ignorieren anderer Einflussfaktoren wie Ernährung, Medikamente (z. B. Antibabypille) und Darmgesundheit. 5) Selbstständiges Absetzen oder Ändern von Medikamenten aufgrund des Gentests. Die Evidenz für klinische Konsequenzen ist moderat; ein Gentest allein rechtfertigt keine Therapieänderung. Empfehlung: Homocystein und B-Status im Blut prüfen lassen, bevor Maßnahmen ergriffen werden.
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