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Wann ist Ferritin Frauen wirklich sinnvoll?

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Wann ist Ferritin Frauen wirklich sinnvoll?

Die Ferritin-Messung ist bei Frauen vor allem dann sinnvoll, wenn ein klinischer Verdacht auf Eisenmangel oder Eisenüberladung besteht. Typische Indikationen sind unklare Müdigkeit, Blässe, Leistungsabfall oder eine bekannte Blutungsneigung (z.B. starke Menstruation, Myome). Auch in der Schwangerschaft oder bei chronischen Entzündungen kann Ferritin helfen, die Eisenspeicher zu beurteilen. Allerdings ist Ferritin ein Akute-Phase-Protein; bei Infekten oder Entzündungen kann es falsch erhöht sein, sodass parallel CRP bestimmt werden sollte. Ein routinemäßiges Screening ohne Symptome wird von Leitlinien nicht empfohlen, da niedrige Ferritinwerte nicht automatisch eine Eisenmangelanämie bedeuten und eine Supplementierung ohne Diagnose Nebenwirkungen haben kann. Die Evidenz für den Nutzen einer Ferritinbestimmung bei asymptomatischen Frauen ist schwach. Daher gilt: Ferritin nur bei konkretem Verdacht oder Risikofaktoren messen, nicht als „Gesundheitscheck“.

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