Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das an zahlreichen enzymatischen Prozessen beteiligt ist – unter anderem an der Immunfunktion, der DNA-Synthese und der Zellteilung. Ein Mangel kann zu Müdigkeit, Antriebslosigkeit und erhöhter Infektanfälligkeit führen. Allerdings ist Müdigkeit ein unspezifisches Symptom, das viele Ursachen haben kann (Eisenmangel, Schlafstörungen, Stress, Schilddrüsenprobleme). Die Evidenz für einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen Zinkstatus und Müdigkeit ist überwiegend mechanistisch und aus Beobachtungsstudien abgeleitet. Randomisierte kontrollierte Studien zeigen nur bei nachgewiesenem Mangel einen Nutzen einer Supplementierung. Bei normalen Zinkspiegeln bringt zusätzliches Zink keine Energieverbesserung, kann aber bei Überdosierung zu Kupfermangel und Übelkeit führen. Consumer-DNA-Tests, die angebliche Zink-Genvarianten analysieren (z. B. in SLC30A8 oder SLC39A8), haben keine ausreichende klinische Validierung, um eine Supplementierung zu empfehlen. Ein Bluttest auf Zink (Serum oder Vollblut) ist aussagekräftiger. Bei anhaltender Müdigkeit sollte immer eine ärztliche Abklärung erfolgen.
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