Die Frage, ob LCT (Laktase-Persistenz-Gen) bei Allergien sinnvoll ist, beruht auf einem häufigen Missverständnis. LCT-Tests analysieren die genetische Fähigkeit, Laktose (Milchzucker) zu verdauen – sie haben nichts mit Allergien gegen Milcheiweiß oder anderen Allergenen zu tun. Eine Laktoseintoleranz ist eine Verdauungsstörung, keine Allergie. Für die Diagnose einer echten Nahrungsmittelallergie sind IgE-Antikörpertests, Hauttests oder Provokationstests erforderlich, nicht die LCT-Genotypisierung. Der LCT-Test kann jedoch indirekt nützlich sein, wenn jemand nach Milchkonsum Beschwerden hat und zwischen Laktoseintoleranz und Milchallergie unterscheiden möchte. Die Evidenz für LCT und Laktoseintoleranz ist human-stark (GWAS), aber für Allergien gibt es keine Belege. Verbraucher sollten sich bewusst sein, dass ein Gentest keine Allergiediagnose ersetzt. Sicherheitshinweis: Bei Verdacht auf eine echte Allergie (z. B. Nesselsucht, Anaphylaxie) ist ärztliche Abklärung zwingend erforderlich.
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