Die Frage nach FUT2 und Fruchtbarkeit ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Der FUT2-Genotyp (rs601338) bestimmt den Sekretor-Status und beeinflusst die Aufnahme von Vitamin B12 sowie die Zusammensetzung des Darmmikrobioms. Ein niedriger B12-Spiegel kann indirekt die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, da B12 für die Zellteilung und Embryonalentwicklung wichtig ist. Zudem kann das Mikrobiom über Immunmodulation und Entzündungsprozesse die Empfängnisfähigkeit beeinflussen. Allerdings gibt es keine starke, direkt belegte Assoziation zwischen FUT2-Varianten und Fertilitätsstörungen beim Menschen. Die Evidenz basiert auf mechanistischen Zusammenhängen und Beobachtungsstudien, nicht auf randomisierten kontrollierten Studien. Ein DNA-Test wie MyBody-X kann eine genetische Prädisposition anzeigen, ersetzt aber keine ärztliche Diagnostik. Wer einen Kinderwunsch hat, sollte B12-Werte im Blut messen lassen und bei Auffälligkeiten einen Arzt konsultieren. Die Einnahme von Folsäure und B12 wird generell empfohlen, unabhängig vom FUT2-Status. Vorsicht vor übertriebenen Marketingversprechen: Ein reiner Gentest sagt nichts über die tatsächliche Fruchtbarkeit aus.
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