Die Frage, ob das FUT2-Gen für die Haut relevant ist, lässt sich mit der aktuellen Studienlage nicht klar bejahen. FUT2 kodiert für eine Fucosyltransferase, die vor allem die Sekretion von Blutgruppenantigenen in Körperflüssigkeiten steuert und mit der Darmmikrobiota sowie der Vitamin-B12-Aufnahme in Verbindung gebracht wird. In den vorliegenden Kontexten wird FUT2 nicht als Hautmarker genannt. Die meisten DNA-Tests, die Hautalterung, Glykation oder Kollagenabbau vorhersagen wollen, basieren auf schwacher oder rein marketinggetriebener Evidenz. Die Hautalterung wird überwiegend durch Lebensstilfaktoren (UV-Exposition, Ernährung, Rauchen) und nicht durch einzelne Gene bestimmt. Ein FUT2-Test für Hautfragen ist daher aus wissenschaftlicher Sicht nicht sinnvoll. Wer konkrete Hautprobleme hat, sollte einen Dermatologen konsultieren, statt auf nicht validierte Gentests zu setzen.
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