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Evidenz-Check: Eisen-Ferritin Selbsttest im Kontext von Wechseljahre

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Evidenz-Check: Eisen-Ferritin Selbsttest im Kontext von Wechseljahre

Ein Eisen-Ferritin-Selbsttest kann im Kontext der Wechseljahre nützlich sein, da mit dem Ausbleiben der Menstruation der monatliche Eisenverlust wegfällt. Dadurch können die Eisenspeicher (Ferritin) ansteigen, was bei manchen Frauen zu einem Risiko für Eisenüberladung führt. Allerdings ist Ferritin ein Akute-Phase-Protein: Erhöhte Werte können auch durch Entzündungen, Infektionen oder Lebererkrankungen bedingt sein – nicht zwingend durch Eisenüberschuss. Ein Selbsttest liefert nur einen Zahlenwert ohne klinische Einordnung. Für eine verlässliche Beurteilung des Eisenstatus empfehlen Fachgesellschaften ein komplettes Eisenprofil (Serumeisen, Transferrin, Transferrinsättigung) sowie die Bestimmung von CRP oder Ferritin in Kombination. Zudem kann in den Wechseljahren auch Eisenmangel auftreten, etwa bei gastrointestinalen Blutungen oder unzureichender Zufuhr. Die Evidenz für den Nutzen von Selbsttests ist begrenzt: Sie können als Screening dienen, ersetzen aber keine ärztliche Abklärung. Werden erhöhte Ferritinwerte festgestellt, sollte ein Arzt die Ursache klären, bevor Nahrungsergänzungsmittel abgesetzt oder eingenommen werden. Insgesamt ist der Test als ergänzendes Instrument zu sehen, nicht als alleinige Diagnose. Evidenzgrad: Praxis (klinische Leitlinien).

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