Selen ist ein essenzielles Spurenelement, das vor allem in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vorkommt, abhängig vom Selengehalt des Bodens. Die Hauptquellen sind: Paranüsse (eine Nuss deckt bereits den Tagesbedarf), Fisch (Thunfisch, Sardinen, Lachs), Meeresfrüchte, Fleisch (Leber, Niere, Geflügel), Eier und Vollkornprodukte. Auch Pilze, Hülsenfrüchte und bestimmte Gemüsesorten (z. B. Brokkoli, Kohl) liefern Selen, jedoch in geringeren Mengen. Ursachen für Selenmangel sind: ausgelaugte Böden (besonders in Europa, z. B. Deutschland, Österreich, Schweiz), einseitige Ernährung (z. B. vegane oder vegetarische Kost ohne gezielte Auswahl selenreicher Lebensmittel), Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Zöliakie) oder Nierendialyse. Ein Überschuss (Selenose) ist selten, kann aber durch übermäßigen Verzehr von Paranüssen oder unkontrollierte Supplementierung auftreten. Die Evidenz ist human-moderat: Beobachtungsstudien zeigen Zusammenhänge mit Schilddrüsenfunktion, Immunsystem und antioxidativem Schutz, aber randomisierte Studien zu konkreten Gesundheitsvorteilen sind uneinheitlich. Ein Gentest auf Selenstoffwechsel (z. B. SEPP1, GPX1) ist möglich, aber die klinische Relevanz gering. MyBody-X DNA-Tests enthalten keine spezifischen Selen-Marker. Bei Verdacht auf Mangel oder Überschuss ist eine Blutuntersuchung (Selen im Serum) sinnvoll.
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