Die Frage nach relevanten Blutwerten für ‚Skincare DNA‘ ist berechtigt, aber die wissenschaftliche Basis ist dünn. Die meisten kommerziellen DNA-Tests für Hautpflege stützen sich auf einzelne Genvarianten (z. B. COL1A1, MMP1, SOD2), deren Einfluss auf konkrete Blutwerte jedoch nicht robust belegt ist. Aus medizinischer Sicht sind für die Hautgesundheit vor allem folgende Blutparameter relevant: Vitamin D (Calcidiol), Zink, Eisen/Ferritin, Selen, Vitamin C, Vitamin A (Retinol) sowie Entzündungsmarker wie CRP. Ein Mangel an diesen Nährstoffen kann sich negativ auf Hautbarriere, Wundheilung und Kollagenstoffwechsel auswirken. Die im Kontext erwähnte ADH1B-Genvariante betrifft den Alkoholstoffwechsel und hat keinen direkten Bezug zu Hautpflege-Blutwerten. Consumer-DNA-Tests überschätzen häufig die prädiktive Aussagekraft einzelner SNPs. Ein sinnvollerer Ansatz ist die Messung der genannten Blutwerte im Labor, kombiniert mit einer fundierten Ernährungs- und Lebensstilberatung. Die Evidenz für direkte ‚Skincare-DNA‘-Aussagen ist derzeit überwiegend marketinggetrieben.
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