Ein DNA-Test aus dem Direktvertrieb (DTC) ist für die Diagnose einer aktiven Helicobacter-pylori-Infektion nicht geeignet. H. pylori wird üblicherweise durch einen Stuhlantigentest, einen 13C-Atemtest oder eine Gastroskopie mit Biopsie nachgewiesen. Einige Gentests analysieren zwar Varianten in Genen wie IL1B oder TNF, die mit einem erhöhten Risiko für Magenschleimhautentzündung oder Magenkrebs assoziiert sind – diese Assoziationen sind jedoch schwach und populationsabhängig. Ein positives Risiko-SNP bedeutet nicht, dass eine Infektion vorliegt, und ein negatives SNP schließt eine Infektion nicht aus. Die klinische Relevanz solcher Ergebnisse ist gering, da die Behandlung (Eradikationstherapie) ohnehin auf einem direkten Erregernachweis basiert. MyBody-X bietet nach aktuellem Kenntnisstand keinen spezifischen H.-pylori-DNA-Test an. Falls doch, wäre die Evidenzlage als „Marketing“ oder „unklar“ einzustufen. Bei Verdacht auf eine H.-pylori-Infektion sollte ein Arzt konsultiert werden, der einen validierten Test veranlasst. Ein DNA-Test ersetzt keine medizinische Diagnostik und kann zu unnötigen Verunsicherungen oder falschen Therapieentscheidungen führen.
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