Die Frage nach relevanten Blutwerten für eine personalisierte Ernährung („My Foodbook“) ist berechtigt, aber die Antwort hängt stark vom individuellen Gesundheitszustand und den Zielen ab. Aus ernährungsmedizinischer Sicht sind folgende Blutwerte besonders aussagekräftig: Vitamin-D-Status (25-OH-Vitamin D), Vitamin B12, Folsäure, Eisen und Ferritin (für die Blutbildung), HbA1c (Langzeitblutzucker), Nüchternblutzucker und Insulin, Blutfette (Gesamtcholesterin, LDL, HDL, Triglyceride), Leberwerte (GPT, GOT, GGT) sowie Entzündungsmarker wie hs-CRP. Auch Schilddrüsenparameter (TSH, fT3, fT4) können den Stoffwechsel beeinflussen. Wichtig: Einzelne Messungen sind nur eine Momentaufnahme und keine Diagnose. Die Aussagekraft von Heimtests ist begrenzt; Schwankungen durch Tageszeit, Ernährung und Stress sind häufig. Für eine fundierte Ernährungsstrategie sollten die Werte im Kontext von Anamnese, Symptomen und Lebensstil interpretiert werden. Die Evidenz für die meisten dieser Marker ist in der klinischen Routine gut etabliert, jedoch nicht für alle angebotenen „Foodbook“-Panels validiert. Vorsicht vor überhöhten Erwartungen an Gentests oder einzelne Blutwerte – eine ausgewogene Ernährung und ärztliche Begleitung bleiben zentral.
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