Die Frage, ob ein Hormoncheck für Frauen im Sport sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Es gibt Hinweise, dass hormonelle Schwankungen (z. B. im Menstruationszyklus) Leistung, Regeneration und Verletzungsrisiko beeinflussen können. Einige Studien zeigen, dass eine individuelle Anpassung von Training und Ernährung an die Zyklusphase Vorteile bringen kann. Allerdings ist die Evidenz für routinemäßige Hormontests bei gesunden Sportlerinnen schwach. Die meisten Hormonmessungen (z. B. Östradiol, Progesteron, Testosteron) unterliegen starken tageszeitlichen und zyklusabhängigen Schwankungen, sodass ein einzelner Test wenig Aussagekraft hat. Zudem sind viele kommerzielle Hormontests nicht für die Sportberatung validiert. Sinnvoll kann ein Hormoncheck sein bei konkreten Symptomen wie Zyklusstörungen, Übertraining, unerklärlicher Müdigkeit oder Verdacht auf hormonelle Störungen (z. B. PCOS, Schilddrüsenprobleme). In solchen Fällen sollte die Abklärung ärztlich erfolgen. Für die breite Masse reichen oft Zyklus-Tracking und allgemeine Gesundheitsparameter. Die Evidenzlage ist daher als 'mixed' einzustufen: Es gibt mechanistische und beobachtende Studien, aber keine starken randomisierten kontrollierten Studien, die einen generellen Nutzen belegen.
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