Die Ernährung des Mikrobioms ist ein vielversprechendes, aber noch junges Forschungsfeld. Grundsätzlich gilt: Eine ballaststoffreiche, pflanzlich betonte Ernährung fördert die mikrobielle Vielfalt im Darm. Präbiotika (z. B. Inulin, resistente Stärke) und fermentierte Lebensmittel (z. B. Sauerkraut, Kefir) können das Wachstum erwünschter Bakterien unterstützen. Allerdings sind viele Behauptungen zu personalisierten Mikrobiom-Diäten oder spezifischen Probiotika-Stämmen nicht ausreichend durch klinische Studien belegt. Die individuelle Zusammensetzung des Mikrobioms variiert stark und wird durch Faktoren wie Genetik, Medikamente (v. a. Antibiotika) und Lebensstil beeinflusst. Direkt-zu-Konsumenten-Tests, die angeblich maßgeschneiderte Ernährungsempfehlungen geben, haben oft eine schwache Evidenzbasis und sollten kritisch hinterfragt werden. Stattdessen ist eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten der beste Weg, um die Darmgesundheit zu fördern. Bei spezifischen Beschwerden oder Erkrankungen ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
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