CYP2D6 ist ein zentrales Enzym des Phase-I-Stoffwechsels, das etwa 20–25 % aller klinisch relevanten Medikamente abbaut – darunter viele, die in den Wechseljahren häufig eingesetzt werden: selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) wie Paroxetin, Betablocker wie Metoprolol, aber auch Tamoxifen (bei Brustkrebsrisiko). Die Genaktivität variiert stark: Es gibt Ultrarapid-, Normal-, Intermediate- und Poor-Metabolizer. Eine verminderte Aktivität kann zu erhöhten Wirkstoffspiegeln und stärkeren Nebenwirkungen führen, eine extrem hohe Aktivität zu Wirkverlust (z. B. bei Tamoxifen). Der vorliegende Kontext enthält keine spezifischen Studien zu CYP2D6 und Menopause, daher ist die Evidenz als mechanistisch einzustufen. Wichtig: Ein Gentest allein ersetzt keine ärztliche Begleitung. Die klinische Relevanz hängt vom konkreten Medikament und der Indikation ab. Bei rezeptfreien Tests (z. B. MEDI CHECK) wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie nicht zur medizinischen Entscheidungsfindung dienen. Eine Dosisanpassung ohne Arzt ist gefährlich.
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