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warum nehme ich trotz kaloriendefizit zu — welche Blutwerte sind relevant?

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warum nehme ich trotz kaloriendefizit zu — welche Blutwerte sind relevant?

Die Frage, warum man trotz Kaloriendefizit zunimmt, ist komplex. Ein echtes Defizit führt physiologisch zu Gewichtsverlust – wenn die Waage dennoch steigt, kommen meist andere Faktoren ins Spiel: Wassereinlagerungen (z. B. durch Salz, Kohlenhydratauffüllung, Menstruationszyklus), metabolische Anpassung (Stoffwechsel senkt sich bei längerem Defizit), oder ungenaue Kalorienzählung. Blutwerte können helfen, zugrunde liegende Störungen auszuschließen: **Schilddrüsenwerte** (TSH, fT3, fT4) – eine Hypothyreose senkt den Grundumsatz; **Nüchterninsulin und -glukose** sowie **HbA1c** – Insulinresistenz fördert Fetteinlagerung trotz Defizit; **Cortisol** (morgendlich oder Speichelprofil) – chronischer Stress erhöht Cortisol, was Wassereinlagerung und viszerale Fettansammlung begünstigt; **CRP** – Entzündungen können den Stoffwechsel beeinflussen. Auch **Leberwerte** (GOT, GPT, GGT) und **Harnsäure** sind relevant. Wichtig: Ein Kaloriendefizit muss über Wochen konsequent sein; tägliche Schwankungen sind normal. Bei anhaltender Gewichtszunahme trotz dokumentiertem Defizit sollte ein Arzt abklären, ob Medikamente (z. B. Kortison, Antidepressiva), Schlafapnoe oder hormonelle Störungen (PCOS, Cushing) vorliegen. Die Evidenz für die genannten Blutwerte ist human-strong (Schilddrüse, Diabetesmarker) bis human-moderate (Cortisol, Entzündung).

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