was kann man im blut alles feststellen — hilft ein Mikrobiom-Test?
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TIKKI Wissensantwort
Bluttests können eine Vielzahl von Biomarkern erfassen: Blutbild, Entzündungswerte (CRP), Hormone (Cortisol, Schilddrüse), Vitamine (B12, D), Blutfette, Leber- und Nierenwerte sowie Infektionsmarker. Sie geben eine Momentaufnahme des Gesundheitszustands, sind aber nicht für jede Fragestellung ausreichend – etwa für die Darmgesundheit. Ein Mikrobiom-Test (Stuhlprobe) analysiert die Bakterienzusammensetzung des Darms und kann Hinweise auf Dysbiose, Verdauungsprobleme oder entzündliche Prozesse liefern. Er ersetzt jedoch keine ärztliche Diagnostik. Die Kombination beider Tests kann sinnvoll sein: Blutwerte zeigen systemische Entzündungen oder Nährstoffmängel, der Mikrobiom-Test liefert ergänzende Informationen zur Darmflora. Allerdings ist die klinische Validität vieler Mikrobiom-Tests begrenzt; sie dienen eher der Orientierung als der Diagnose. Bei konkreten Beschwerden sollte immer ein Arzt konsultiert werden. Die Evidenz für Mikrobiom-Tests ist überwiegend als „Praxis“ (Erfahrungswissen) einzustufen, nicht als starke klinische Evidenz.
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