Die genetische Komponente des Haarausfalls (insbesondere der androgenetischen Alopezie) ist gut untersucht. Varianten in Genen wie AR (Androgenrezeptor), EDA2R und WNT10A sind mit einem erhöhten Risiko assoziiert. Allerdings erklären diese Marker nur einen Teil der erblichen Varianz, und der Einfluss einzelner SNPs ist meist gering. Direkt-zu-Verbraucher-Tests (DTC) wie MyBody-X können solche Varianten identifizieren, aber die Ergebnisse sind nicht diagnostisch. Sie zeigen lediglich eine statistische Wahrscheinlichkeit an, die durch Umweltfaktoren, Hormone und Lebensstil überlagert wird. Ein positiver Befund bedeutet nicht zwangsläufig, dass Haarausfall eintritt. Die Evidenz basiert auf GWAS und populationsbasierten Studien, nicht auf klinischen Vorhersagemodellen. Caveat: DTC-Tests decken oft nur häufige Varianten ab; seltene, funktionell relevante Mutationen werden übersehen. Bei starkem oder frühzeitigem Haarausfall sollte ein Arzt (Dermatologe) konsultiert werden, um andere Ursachen (z. B. Eisenmangel, Schilddrüsenstörungen) auszuschließen.
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