Die Frage, ob MTHFR bei Hautalterung helfen kann, ist wissenschaftlich nicht eindeutig zu beantworten. MTHFR (Methylentetrahydrofolat-Reduktase) ist ein Schlüsselenzym im Folsäure- und Homocystein-Stoffwechsel. Polymorphismen wie C677T können die Enzymaktivität reduzieren und zu erhöhten Homocysteinspiegeln führen. Erhöhtes Homocystein wird mit oxidativem Stress, Kollagenabbau und vorzeitiger Hautalterung in Verbindung gebracht – allerdings basiert dieser Zusammenhang überwiegend auf mechanistischen und epidemiologischen Studien, nicht auf randomisierten kontrollierten Studien. Eine Supplementierung mit aktivem Folat (5-MTHF) kann bei genetisch bedingt eingeschränkter MTHFR-Aktivität den Homocysteinspiegel senken, aber ob dies direkt die Hautalterung verlangsamt, ist nicht belegt. Die Evidenz ist daher als mechanistisch/moderat einzustufen. Consumer-DNA-Tests zeigen lediglich Risikovarianten, keine Diagnose. Lebensstilfaktoren (UV-Schutz, Ernährung, Rauchverzicht) haben einen weitaus größeren Einfluss auf die Hautalterung als ein einzelnes Gen. Eine gezielte Supplementierung sollte nur nach ärztlicher Rücksprache und Bestimmung des Homocysteinspiegels erfolgen.
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