Cortisol und Sport stehen in einer komplexen, intensitätsabhängigen Beziehung. Akut führt körperliche Belastung – insbesondere hochintensives Training – zu einem Anstieg des Cortisolspiegels, da das Hormon als Teil der Stressantwort Energie mobilisiert (Glukosebereitstellung, Fettsäurefreisetzung). Dieser Anstieg ist normal und unterstützt die Leistungsfähigkeit. Chronisch angepasstes Ausdauertraining kann hingegen die basale Cortisolsekretion senken und die Stressresilienz verbessern. Übertraining oder zu hohe Trainingsvolumen ohne ausreichende Regeneration können jedoch zu einer dauerhaften Cortisolerhöhung oder -dysregulation führen, was negative Effekte auf Immunsystem, Knochendichte und Muskelregeneration hat. Die individuelle Cortisolreaktion wird durch Faktoren wie Trainingszustand, Ernährung, Schlaf und genetische Veranlagung (z. B. BDNF-Varianten) beeinflusst. MyBody-X bietet keine direkte Cortisol-Messung im Blut oder Speichel an; DNA-Tests können aber indirekt auf Stressregulationsgene hinweisen. Die Evidenz ist human-stark, basiert aber auf allgemeiner Sportendokrinologie, nicht auf spezifischen MyBody-X-Daten. Vorsicht: Einzelne Cortisolmessungen sind tageszeitabhängig und nicht ohne klinischen Kontext interpretierbar.
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