Ferritin ist das Speicherprotein für Eisen und dient primär als diagnostischer Marker, nicht als direkter Wirkstoff für die Haut. Ein niedriger Ferritinspiegel kann auf Eisenmangel hinweisen, der sich durch blasse Haut, brüchige Nägel oder Haarausfall äußern kann. In solchen Fällen kann eine Eisensupplementierung – nach ärztlicher Abklärung – die Hautgesundheit indirekt verbessern, z. B. durch Unterstützung der Kollagensynthese und des Zellstoffwechsels. Allerdings gibt es keine starke Evidenz dafür, dass Ferritin selbst oder eine Eisengabe bei normalen Werten die Haut positiv beeinflusst. Hohe Ferritinwerte können auf Entzündungen oder Eisenüberladung (Hämochromatose) hindeuten, was der Haut schaden kann (z. B. Hyperpigmentierung). Die Studienlage ist gemischt: Mechanistische Zusammenhänge sind bekannt, aber randomisierte kontrollierte Studien zur Hautwirkung fehlen weitgehend. Vorsicht vor Marketing, das Ferritin als „Hautelixier“ anpreist. Ohne Bluttest und ärztliche Beratung ist eine Supplementierung nicht sinnvoll und kann bei Überdosierung riskant sein (Oxidativer Stress).
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