hsCRP (hochsensitives C-reaktives Protein) ist ein etablierter Entzündungsmarker, der in der kardiovaskulären Risikobewertung eingesetzt wird. Im Sportkontext zeigt sich ein differenziertes Bild: Akute Belastung kann hsCRP vorübergehend ansteigen lassen, während regelmäßiges Ausdauertraining tendenziell zu niedrigeren Ruhewerten führt. Die Evidenzlage ist moderat – es gibt Studien, die einen inversen Zusammenhang zwischen Fitnessniveau und hsCRP belegen, jedoch ist die individuelle Variabilität hoch. Ein einzelner hsCRP-Wert aus einem Heimtest ist wenig aussagekräftig, da viele Störfaktoren (Infektionen, Verletzungen, Stress, Tageszeit) das Ergebnis beeinflussen. Zudem sind die meisten Heimtests nicht für die klinische Diagnostik validiert. Für Sportler kann die wiederholte Messung unter standardisierten Bedingungen (nüchtern, nach Ruhetag) Hinweise auf Übertraining oder subklinische Entzündungen geben, ersetzt aber keine ärztliche Abklärung. Sicherheitshinweis: Stark erhöhte hsCRP-Werte (>10 mg/L) deuten auf eine akute Entzündung oder Infektion hin – hier ist ein Arztbesuch angezeigt. Fazit: hsCRP ist ein nützlicher, aber nicht spezifischer Marker; die Evidenz für den Einsatz im Breitensport ist begrenzt und erfordert kritische Interpretation.
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