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Wie hängen Ferritin Eisenmangel und Stress zusammen?

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Wie hängen Ferritin Eisenmangel und Stress zusammen?

Ferritin ist das Speichereiweiß für Eisen. Ein niedriger Ferritinwert zeigt einen Eisenmangel an, der durch unzureichende Zufuhr, erhöhten Verlust oder erhöhten Bedarf entstehen kann. Stress – insbesondere chronischer psychischer oder physischer Stress – kann den Eisenstoffwechsel auf mehreren Wegen beeinflussen: Erstens wird durch Stress vermehrt Hepcidin ausgeschüttet, ein Hormon, das die Eisenaufnahme im Darm hemmt und die Eisenfreisetzung aus den Speichern blockiert. Zweitens können stressbedingte Entzündungsprozesse (z. B. erhöhtes Interleukin-6) die Hepcidinproduktion zusätzlich ankurbeln. Drittens kann Stress zu veränderten Essgewohnheiten oder Magen-Darm-Beschwerden führen, die die Eisenaufnahme weiter reduzieren. Allerdings ist die Evidenzlage überwiegend mechanistisch und aus Beobachtungsstudien abgeleitet; es gibt keine großen randomisierten Studien, die einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen Alltagsstress und Ferritinabfall belegen. Zudem können andere Faktoren wie Blutverlust (z. B. durch Menstruation) oder Ernährung den Ferritinspiegel stärker beeinflussen als Stress allein. Ein Ferritinwert unter 30 µg/L gilt als Eisenmangel, während Werte zwischen 30 und 100 µg/L eine funktionelle Eisenmangelphase anzeigen können. Bei Verdacht auf stressbedingten Eisenmangel sollte zunächst eine ärztliche Abklärung erfolgen, bevor Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

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