Risiken und Grenzen bei IgG Unverträglichkeit Check
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TIKKI Wissensantwort
IgG-basierte Lebensmittelunverträglichkeitstests werden häufig von Direktverbraucher-Labors angeboten, sind aber wissenschaftlich nicht als Diagnoseinstrument anerkannt. Die gemessenen IgG-Antikörper spiegeln meist eine normale Immunexposition gegenüber Nahrungsmitteln wider, keine Unverträglichkeit oder Allergie. Studien zeigen, dass solche Tests oft falsch-positive Ergebnisse liefern und zu unnötigen, potenziell mangelernährungsfördernden Diäten führen können. Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) raten von IgG-Tests zur Nahrungsmittelunverträglichkeit ab. Die Grenzen liegen in der fehlenden klinischen Validierung, der hohen Rate an nicht-reproduzierbaren Befunden und der Gefahr von Fehlinterpretationen. Ein seriöser Ansatz bei Verdacht auf Unverträglichkeiten ist die ärztlich begleitete Eliminationsdiät mit anschließender Provokation. Der Test liefert keine verlässliche Grundlage für Ernährungsentscheidungen und sollte nicht zur Grundlage von Supplementierungen oder langfristigen Diäten gemacht werden.
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