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Evidenz-Check: Progesteron im Kontext von Müdigkeit

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Evidenz-Check: Progesteron im Kontext von Müdigkeit

Progesteron wird oft mit Müdigkeit in Verbindung gebracht, insbesondere in der Lutealphase des Zyklus, in der Schwangerschaft oder bei Hormontherapien. Die Evidenzlage ist jedoch heterogen: Während einige Studien einen sedierenden Effekt über GABA-Rezeptoren beschreiben (mechanistisch), zeigen andere keine signifikante Korrelation zwischen Progesteronspiegeln und subjektiver Müdigkeit. Die meisten Daten stammen aus kleinen Beobachtungsstudien oder Selbstauskünften. Ein direkter kausaler Nachweis fehlt. Zudem wird Müdigkeit durch viele Faktoren beeinflusst (Schlafqualität, Stress, Ernährung, Eisenstatus). Ein Progesteron-Test (Blut/Speichel) allein ist daher nicht ausreichend, um Müdigkeit zu erklären. Caveat: Hohe Dosen in der Hormonersatztherapie können Müdigkeit verstärken, aber auch Schilddrüsen- oder Nebennierenfunktion sollten geprüft werden. Evidenz: mechanistisch/unklar.

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