Die Verbindung zwischen CYP2C19 und Fruchtbarkeit ist wissenschaftlich nicht klar belegt. CYP2C19 ist ein Enzym des Cytochrom-P450-Systems, das vor allem für den Abbau von Medikamenten (z. B. Protonenpumpenhemmer, Antidepressiva) bekannt ist. Einige Studien deuten auf eine mögliche Beteiligung an der Verstoffwechselung von Steroidhormonen hin, aber die Evidenz für einen direkten Einfluss auf die weibliche oder männliche Fruchtbarkeit ist schwach und widersprüchlich. Es gibt keine etablierten genetischen Marker in CYP2C19, die in der Fruchtbarkeitsdiagnostik verwendet werden. Die meisten Erkenntnisse stammen aus pharmakogenetischen Zusammenhängen, nicht aus reproduktionsmedizinischen Studien. Daher ist Vorsicht geboten: Ein Gentest auf CYP2C19-Varianten sagt nichts über die aktuelle Fruchtbarkeit aus. Wer konkrete Fruchtbarkeitsprobleme hat, sollte sich auf klinische Parameter (Hormonstatus, Spermiogramm, Zyklusanalyse) stützen und nicht auf DNA-Tests. Die Evidenz wird als 'unclear' eingestuft.
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