CRP (C-reaktives Protein) ist ein unspezifischer Entzündungsmarker, der in der Leber produziert wird. In den Wechseljahren steigt CRP oft leicht an – vermutlich durch den Östrogenabfall, der die entzündungsregulierende Wirkung des Hormons verringert. Mythos: Ein erhöhter CRP-Wert beweise, dass die Wechseljahre „entzündlich“ seien und direkt krank machen. Fakt: Der Anstieg ist meist moderat und spiegelt eher eine systemische Verschiebung im Immunprofil wider. Klinisch relevante Entzündungen (CRP > 5–10 mg/L) haben andere Ursachen (Infektion, Autoimmunerkrankung, Adipositas, Rauchen). Ein CRP-Test allein ist kein Menopausen-Diagnostikum. Die Evidenz stammt aus epidemiologischen Studien, nicht aus randomisierten kontrollierten Studien. Für die Praxis: CRP kann als Risikomarker für kardiovaskuläre Gesundheit in der Postmenopause dienen, aber die Interpretation erfordert Kontext (Alter, BMI, Lebensstil). Consumer-Labortests, die CRP als „Wechseljahresmarker“ vermarkten, übertreiben oft die Aussagekraft. Sicherheitshinweis: Bei persistierend erhöhtem CRP (> 10 mg/L) ärztliche Abklärung empfohlen.
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