CRP (C-reaktives Protein) ist ein etablierter Entzündungsmarker, der in der Langlebigkeitsforschung vor allem als Risikoindikator dient. Chronisch erhöhte CRP-Werte (≥3 mg/L) sind mit beschleunigtem Altern, kardiovaskulären Erkrankungen und erhöhter Gesamtmortalität assoziiert – das belegen große prospektive Kohortenstudien (z. B. NHANES, UK Biobank). Allerdings ist CRP selbst kein therapeutisches Ziel: Es ist ein Produkt der Leber als Reaktion auf IL-6, nicht die Ursache von Entzündung. Die Frage, ob CRP bei Longevity „helfen“ kann, ist daher irreführend. Eine Senkung von CRP durch Lebensstil (Bewegung, mediterrane Ernährung, Gewichtsreduktion) oder Medikamente (Statine, Colchicin) kann das kardiovaskuläre Risiko senken, aber direkte Beweise für eine Verlängerung der Lebensspanne fehlen. Randomisierte Studien wie CANTOS (Canakinumab) zeigten eine Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse bei gezielter IL-1β-Hemmung, nicht aber eine signifikante Verlängerung der Gesamtlebensdauer. Die Evidenz ist daher als human-moderat einzustufen: starke Assoziation, aber kausale Interventionseffekte auf Langlebigkeit sind unklar. Für Verbraucher gilt: CRP-Tests sind sinnvoll zur Risikostratifizierung, aber nicht als alleiniger Longevity-Biomarker. Ein ganzheitlicher Blick auf Entzündungsmarker, Lebensstil und biologische Uhren ist nötig.
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