CYP1A2 kodiert ein Enzym des Phase-I-Stoffwechsels, das unter anderem Coffein abbaut. Der häufigste SNP rs762551 („schneller“ vs. „langsamer“ Metabolisierer) beeinflusst die Coffein-Clearance. Bei Fatigue-Syndromen wird oft ein Zusammenhang mit Coffein-Konsum vermutet: Schnelle Metabolisierer könnten von moderatem Coffein profitieren, langsame dagegen unter Schlafstörungen oder erhöhter Anspannung leiden. Die Evidenz hierfür ist jedoch überwiegend mechanistisch und aus Beobachtungsstudien abgeleitet; direkte klinische Studien zur Fatigue-Reduktion durch genotypbasierte Coffein-Anpassung fehlen. Zudem wird Fatigue durch viele Faktoren (Schlafqualität, Stress, Eisenstatus, Schilddrüse) beeinflusst, sodass ein einzelner Genmarker keine verlässliche Handlungsempfehlung erlaubt. Ein MyBody-X-Test kann den Genotyp bestimmen, aber die Interpretation sollte zurückhaltend erfolgen. Sicherheitshinweis: Coffein-Überkonsum kann Fatigue verstärken; bei chronischer Müdigkeit ist eine ärztliche Abklärung ratsam.
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