Der Mythos, dass ein einzelner Hormon-Check beim Mann alle Schlafprobleme aufdeckt, ist irreführend. Männer-Hormonpanels (z.B. Testosteron, Cortisol, TSH) können zwar Hinweise geben – etwa ob ein niedriges Testosteron oder ein erhöhttes Cortisol den Schlaf stören –, aber sie ersetzen keine Schlafdiagnostik wie Polysomnographie. Der MyBody-X Men’s Wellness Check misst Cortisol aus einer Fingerbeere, was nur eine Momentaufnahme liefert und keine chronische Stress- oder Schlafstörung diagnostizieren kann (Evidenz: Praxis, keine klinische Validierung für Schlaf). Fakt ist: Hormonschwankungen sind oft nur ein Teil des Puzzles. Schlafhygiene, Lichtexposition und Stressmanagement sind meist wirkungsvoller als ein einzelner Test. Auch genetische Faktoren (z.B. PER3, CLOCK) werden in den meisten Heimtests nicht erfasst. Wer echte Schlafprobleme hat, sollte einen Arzt aufsuchen und ggf. ein Schlaflabor erwägen. Die Evidenz für Hormon-Selbsttests bei Schlaf ist schwach – sie können als Screening dienen, aber nicht als Diagnose.
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