Bei Folsäure und Stress ist vor allem der erhöhte Bedarf an Folat (der aktiven Form) zu beachten. Chronischer Stress kann den Homocysteinspiegel erhöhen, der durch ausreichende Folat-, B12- und B6-Versorgung gesenkt wird. Ein MTHFR-Genotyp (C677T) reduziert die Umwandlung von Folsäure in aktives Folat, aber die Evidenz für eine generelle Supplementierung mit Methylfolat bei Stress ist schwach. Stattdessen sollte man zuerst Homocystein und B12 messen lassen. Vorsicht: Hohe Dosen Folsäure (über 1 mg/Tag) können einen B12-Mangel maskieren. Die meisten Menschen decken ihren Bedarf über eine ausgewogene Ernährung mit grünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten und angereicherten Produkten. Ein DNA-Test auf MTHFR ist für die Allgemeinbevölkerung nicht routinemäßig empfohlen. Evidenz: mechanistisch/GWAS, nicht klinisch belegt für Stressreduktion.
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