Mythen und Fakten zu Menopause und Schlaf: Viele Frauen glauben, dass Schlafstörungen in den Wechseljahren unvermeidbar sind und nur mit Hormonersatztherapie (HRT) behoben werden können. Tatsächlich sind Schlafprobleme häufig, aber nicht zwangsläufig. Hitzewallungen und Nachtschweiß können den Schlaf stören, doch auch Stress, Lebensstil und psychische Faktoren spielen eine große Rolle. Die HRT kann bei vasomotorischen Symptomen helfen, ist aber nicht für alle geeignet und nicht die einzige Lösung. Kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie (CBT-I) ist evidenzbasiert und wirksam, ebenso wie Schlafhygiene, regelmäßige Bewegung und Stressmanagement. Ein weiterer Mythos: Schlafstörungen in der Menopause seien harmlos. Fakt ist, dass chronischer Schlafmangel das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Depressionen erhöht. Daher sollte man Schlafprobleme ernst nehmen und ärztlich abklären lassen. Ein Gentest auf Schlaf- oder Menopausenmarker (z. B. MMP1 für Hautalterung) hat derzeit keine klinische Relevanz für die Schlafqualität. Die Evidenz ist moderat, basierend auf Beobachtungsstudien und klinischer Erfahrung.
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