SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin) reguliert die Verfügbarkeit von freiem Testosteron und Östradiol im Blut. Ein niedriger SHBG-Spiegel kann den Anteil an freiem, bioaktivem Testosteron erhöhen, was theoretisch Muskelaufbau und Leistungsfähigkeit begünstigt. Umgekehrt senkt ein hoher SHBG-Spiegel das freie Testosteron, was nachteilig für Sportler sein kann. Allerdings ist die Evidenzlage komplex: SHBG wird durch Faktoren wie Ernährung, Insulin, Schilddrüsenfunktion und Lebergesundheit beeinflusst. Es gibt keine starke humanexperimentelle Evidenz, dass eine gezielte Senkung von SHBG (z. B. durch bestimmte Diäten oder Supplemente) die sportliche Leistung zuverlässig steigert. Zudem können niedrige SHBG-Werte auch auf metabolische Störungen wie Insulinresistenz hinweisen. Daher ist SHBG als alleiniger Biomarker für Sportoptimierung unzureichend. Ein individuelles Hormonprofil inklusive freiem Testosteron, Cortisol und Schilddrüsenwerten ist aussagekräftiger. Caveat: Keine Selbstmedikation mit Hormonmodulatoren; ärztliche Abklärung empfohlen.
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