Müdigkeit kann viele Ursachen haben, darunter auch Nährstoffmängel. Die wissenschaftlich am besten belegten Defizite sind Eisen (besonders bei Frauen), Vitamin B12, Vitamin D, Magnesium und Folsäure. Ein Mangel an B12 wird durch den FUT2-Genstatus beeinflusst – Nicht-Sekretoren haben im Schnitt niedrigere B12-Spiegel, wie die MyBody-X-Wissensdatenbank zeigt. Allerdings ist der Effekt moderat und nicht diagnostisch. Auch Schilddrüsenfunktion (TSH) spielt eine Rolle, wie der Schilddrüsen-Selbsttest andeutet, aber ein einzelner TSH-Wert ersetzt keine ärztliche Abklärung. Wichtig: MyBody-X-Tests sind laut Eigenangaben nicht diagnostisch und unterliegen dem GenDG. Sie können Hinweise geben, aber keine medizinische Diagnose ersetzen. Bei anhaltender Müdigkeit sollte immer ein Arzt konsultiert werden, der gezielt Blutwerte (Ferritin, Vitamin B12, 25-OH-Vitamin D, Magnesium, TSH, etc.) überprüft. Die Evidenz für einzelne Nährstoffe ist unterschiedlich stark: Eisenmangel und B12-Mangel sind gut belegt („human-strong“), während Magnesium und Folsäure eher moderate Evidenz haben. Marketingversprechen von Selbsttests sollten kritisch hinterfragt werden.
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