CYP2D6 ist ein Enzym des Phase-I-Stoffwechsels, das vor allem für den Abbau vieler Medikamente bekannt ist – darunter Antidepressiva, Antipsychotika, Betablocker und Opioide. Ein direkter Zusammenhang mit der Hautgesundheit ist wissenschaftlich nicht gut belegt. Es gibt Hinweise, dass CYP2D6 an der Verstoffwechselung von endogenen Substanzen wie Serotonin oder Melatonin beteiligt sein könnte, die indirekt Hautfunktionen beeinflussen (z. B. Pigmentierung, Entzündungsreaktionen). Auch einige topische Wirkstoffe (z. B. bestimmte Antihistaminika) werden über CYP2D6 abgebaut. Allerdings sind die Effekte meist schwach und variabel. In der nutrigenetischen Praxis wird CYP2D6 oft als „Pharmakogen“ vermarktet, ohne dass daraus klare Handlungsempfehlungen für die Haut abgeleitet werden können. Die Evidenz ist überwiegend mechanistisch oder auf Einzelfallberichte gestützt. Ein DNA-Test auf CYP2D6-Varianten kann Hinweise auf die Medikamentenverträglichkeit geben, aber nicht auf Hautzustände wie Akne oder Faltenbildung. Verbraucher sollten skeptisch sein, wenn ein Test direkte Hautvorteile verspricht.
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