In den Wechseljahren steigt der Bedarf an Vitamin B12 durch hormonelle Umstellungen und mögliche Resorptionsstörungen (z. B. durch Protonenpumpenhemmer, Metformin oder atrophische Gastritis). Ein Mangel kann Müdigkeit, kognitive Einbußen und erhöhte Homocysteinwerte begünstigen – ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Direkt-zu-Konsumenten-Tests messen meist Gesamt-B12 im Serum, was nicht immer den funktionellen Status widerspiegelt. Sinnvoller sind Holo-Transcobalamin (aktives B12) und Homocystein. Die Evidenz für eine generelle Supplementierung in den Wechseljahren ist moderat; bei nachgewiesenem Mangel ist orale Gabe (1000 µg/Tag) oder Injektion üblich. Caveat: Keine Selbsttherapie ohne Laborkontrolle, da erhöhte B12-Spiegel selten, aber möglich sind. Die genetische Variante MTHFR (C677T) beeinflusst die Methylierung, nicht direkt B12, kann aber die Interpretation von Homocystein erschweren. Insgesamt: B12-Status prüfen, bei Risikofaktoren supplementieren, auf aktive Marker achten.
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