TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) ist der wichtigste Screening-Parameter für die Schilddrüsenfunktion. Ein erhöhter TSH-Wert deutet auf eine Unterfunktion (Hypothyreose) hin, die klassisch mit Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Konzentrationsstörungen einhergeht. Ein erniedrigter TSH spricht für eine Überfunktion (Hyperthyreose), die ebenfalls zu Erschöpfung führen kann – oft kombiniert mit Nervosität und Schlafstörungen. Allerdings ist Fatigue multifaktoriell: Eisenmangel, Vitamin-D-Mangel, Schlafmangel, Stress oder Infekte sind häufige Ursachen. Die alleinige TSH-Messung reicht nicht aus; freies T3 und T4 sowie Antikörper (TPO, Tg) geben ein vollständigeres Bild. Auch ein „normales“ TSH schließt eine Schilddrüsenbeteiligung nicht sicher aus, insbesondere bei subklinischen Verläufen. Die Evidenz für den Zusammenhang TSH ↔ Fatigue ist klinisch gut etabliert (Leitlinien-basiert), aber nicht aus der gegebenen Wissensdatenbank belegt. Vorsicht: Eine TSH-Senkung durch Schilddrüsenhormone ohne klare Indikation kann gefährlich sein (Herzrhythmusstörungen, Knochendichteverlust). Bei anhaltender Fatigue sollte immer ein vollständiges Schilddrüsenprofil und andere Ursachen abgeklärt werden.
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